Strategische Beratung für Individualisten

Die Fotografen-Homepage im Mobilzeitalter

Smartphone mit Frauenhand
Foto: Kaboompics

Die Homepage ist Ihr wichtigstes Business-Tool. Es ist Ihr öffentliches Ich, Ihr Schaufenster, Ihr Außendienstmitarbeiter und erster Kundenkontakt. Denken Sie bitte nicht mehr: „Webvisitenkarte“ oder „Portfolio online“. Das ist vollkommen überholt. Die meisten Webseitenaufrufe kommen heute von Mobilgeräten. Wie gut sehen Ihre Fotos als Briefmarke aus? Denken Sie um. In erster Linie oder ausschließlich mit (winzigen!) Fotos überzeugen zu wollen, ist wenig Erfolg versprechend. Nicht zuletzt weil der Text fehlt, den Suchmaschinen indizieren können.

Wozu die Fotografen-Homepage dient

Mit der Website können Sie Kunden ansprechen, Vertrauen aufbauen und erst einmal sich selbst vorstellen. Menschen engagieren Personen, am liebsten solche, die ihnen sympathisch sind. Sie wollen mit Ihrer Website gefunden werden, gut rüberkommen und dem potenziellen Kunden erklären, was er/sie davon hat, Sie zu engagieren. Zudem möchten Sie den Interessenten ermutigen, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Daher spreche ich in den Videos häufig vom Call-to-Action (Rufen Sie mich an!) schon auf der Startseite.

Meist beginnt man den Prozeß, sich eine neue Fotografen-Homepage zu gönnen, damit, ein Layout zu suchen. Da das heutzutage nicht mehr statisch ist, sollte man diesen Punkt nicht überbewerten. Das Aussehen der Website ändert sich auf beinahe jedem Gerät, auf dem die Website angesehen wird. Es auf unterschiedlichen Bildschirmen und Betriebssystemen zu prüfen, ist inzwischen obligatorisch.

So wie Ihre Website sich an jede Monitorgröße flexibel anpassen muss, so flexibel sollten auch Sie Ihre Website erweitern oder ändern können. Noch wichtiger als das Aussehen ist die Funktionalität: Arbeitet die Website für Sie? Gibt es Erweiterungen? Eignet sich das System für Online-Marketing-Aktivitäten (können Sie z. B. ein Anmeldeformular für einen Newsletter integrieren)? Wie sieht das Ganze im Hinblick auf die DSGVO aus? (Das ist speziell bei ausländischen Anbietern zu prüfen.)

Würden Sie online lieber in einem Haus wohnen oder in einer Mietwohnung?

Die Mietwohnungslösung für eine Fotografen-Homepage ist bequem, kostet monatlich oder jährlich eine Gebühr, Sie können nicht umbauen wie Sie möchten, müssen sich aber auch nicht um die Technik kümmern.
Beliebt sind bei Fotografen der in New York ansässige Anbieter „Squarespace“ und das kanadische Unternehmen „Format“. Bei beiden zahlen Sie rund 200 Euro pro Jahr. „Squarespace“ hat eine deutschsprachige Website und bietet die Möglichkeit, zusätzlich kostenpflichtig E-Mail-Kampagnen im Look der Website zu starten. „Format“ offeriert eine Lightroom-Integration. Vor einigen Jahren war „Photoshelter“ sehr aktiv. Ebenfalls aus New York ist „Photofolio“. Man muss entscheiden, welche Plattform besser zu den eigenen Ansprüchen passt. Eine weitere Option wäre „Adobe Portfolio“, die ist im Creative Cloud Abo bereits enthalten oder ab 9.99 USD pro Monat zubuchbar.

Die Eigentumswohnung: „Mobirise“ oder ein anderes Bootstrap-System. „Mobirise“ lässt sich sowohl für Mac als auch für Windows kostenlos downloaden. Übrigens praktisch, wenn man nur eine (zusätzliche) Landingpage braucht, z. B. weil auf diese Anzeigen geschaltet sind. „Mobirise“ bietet die von Google mitentwickelten AMP-Seiten an, diese sind speziell auf Mobiltauglichkeit optimiert. Wer auch aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Anbindung an Google möchte, muss im Zweifel dann noch ein bisschen umprogrammieren (lassen) oder sich anders orientieren.

Die große Lösung, ein Onlinehaus mit Grundstück: Ein CMS, ein Content­management­system, wie „WordPress“, das Sie auf einem eigenen oder bei einem Provider gemieteten Server hosten. Das traditionelle Blog-System bietet auch für eine Fotografen-Homepage ohne Blog die größtmögliche Flexibilität. Ich nutze WordPress seit vielen Jahren, inzwischen mit dem Pagebuilder „Elementor Pro“. Das finde ich tatsächlich komfortabler als ein fertiges Theme zu kaufen. Bei der Konfektionsware vermisst man nach etlichen Stunden Arbeit meistens ein Feature, das man dringend benötigt. Inwieweit bei WordPress die Gutenbergblöcke für Fotografenwebsites taugen, habe ich noch nicht erforscht.
WP-Vorteil: Man kann praktisch alles damit machen. Nachteil: Zu WordPress und den verwendeten Plugins erscheinen recht häufig Updates. Es gibt allerdings inzwischen Provider, die automatisch die Updates aufspielen.
Zu WordPress finden Sie ungezählte Einführungen sowohl online als in Buchform.

Die größte Lüge: Websites in 5 Minuten. Verwenden Sie besser keine Standard-Baukasten-Systeme, die im TV beworben werden.

Prüfen Sie bitte bei allen Convenience-Lösungen oder auch WordPress-Themes folgendes:

    • Kann man zwischen dem Header und den ersten Bildern Text einfügen?
    • Lassen sich die Bilder mit Bildunterschriften versehen, die Sie individuell eingeben? (Im Unterschied zu den Metadaten in der Bilddatei.)
    • Wenn die Bilder in einem Raster angezeigt werden (meist als Voransicht), dann sollten sie nicht zu Zwangsquadraten kastriert werden. Was Sie wollen, ist ein „Grid Layout“ mit der Option „Masonry“.
    • Können Sie die Meta-Descriptions für die Seiten verfassen und eingeben? (Das ist, was Google in der Suche hoffentlich anzeigt).

 

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